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Kästen, Kisten, Kübel – über geeignete Pflanzgefäße!

Kästen, Kisten, Kübel – über geeignete Pflanzgefäße!

Wenn man keinen Garten hat und seine Pflanzen nicht einfach in die Erde setzen kann, braucht man geeignete Gefäße. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt – Hauptsache es handelt sich um Irgendetwas, dass man mit Erde befüllen kann.

Abgesehen von der passenden Größe sollte man bei der Wahl seines Pflanzgefäßes folgende Punkte beachten:

  1. Im Boden des Gefäßes sollte ein Loch sein, damit überschüssiges Wasser abfließen kann und es nicht zu Staunässe kommt.
  2. Beim Anbau von Lebensmitteln sollten nur Gegenstände gewählt werden, die keine Schadstoffe, wie Lösungsmittel, Schwermetalle, etc. an die Erde und somit die Pflanze abgeben.
  3. Die Witterungsbeständigkeit. Wenn man die alte Kommode von Oma bepflanzen und draußen platzieren will, muss man damit rechnen, dass die spätestens nach dem ersten Winter ziemlich alt aussieht.

Neben den konventionellen Kunststoffblumentöpfe oder innovative Töpfe, wie POTTBURRI, gibt es diverse Alternativen. Zwei davon stellt Dachgemüsen in diesem Artikel vor:

Weinkisten

Die klassischen Holzkisten im Retrolook eigenen sich nicht nur für die Lagerung von Wein und Whisky, sondern auch für die Bepflanzung mit Gemüse.

Ein absoluter Pluspunkt bei den ausgedienten Holzkisten ist die Optik. Das Holz wirkt sehr natürlich und ergänzt sich prima mit den Pflanzen.

Da die Abstände zwischen den Holzstreben relativ groß sind, benötigt man eine Lösung um das Hindurchfallen der Erde zu verhindern (zumindest am Anfang). Ich wollte keine Teichfolie zum auskleiden benutzen, weil diese Weichmacher enthält, die in die Erde diffundieren. Also habe ich die Kisten bei der Erstbefüllung mit Jutestoff ausgelegt. Dieser ist dann innerhalb des ersten Jahres verrottet. In der Zwischenzeit hat die Erde ein so stabiles Gefüge gebildet, dass sie nicht mehr durch die Lücken hindurch fällt.

Zur Witterungsbeständigkeit: da ich meine Kisten bereits gebraucht gekauft habe, war ich anfangs etwas skeptisch, was die Haltbarkeit angeht. Aber die Kisten halten bereits seit drei Jahren Wind und Wetter stand und haben zwischenzeitlich sogar einen Umzug überstanden. Einen weiteren Umzug würden sie aber wahrscheinlich nicht überleben.

Wo bekommt man die her? Gebraucht auf diversen Marktplätze oder Flohmärkte.

Pflanzsäcke

Pflanzsäcke sind v.a. für Wurzelgemüse sehr gut geeignet, weil sie eine Pflanztiefe erlauben, die man mit herkömmlichen Kübeln nicht erreicht. Ich baue schon seit Jahren Kartoffeln, Karotten, Pastinaken, etc. darin an und habe damit wirklich gute Erfahrungen gemacht.

Es gibt die Säcke aus verschiedenen Materialien, ich habe welche aus Polyethylen (ähnlich einer LKW-Plane) und welche aus Mate-Stoff getestet. Die Mate-Säcke haben eindeutig gewonnen! Bereits nach dem ersten Winter waren die Kunststoffsäcke so angegriffen, dass sie beim Versuch sie anzuheben einrissen, sodass ein Verrücken der Säcke nicht mehr möglich ist. Wenn die Kunststoffsäcke zerreißen, fliegen außerdem überall Kunststoffpartikel (Achtung Mikroplastik!) rum. Die Mate-Säcke hingegen sind auch nach drei Jahren noch sehr robust und mit Sicherheit auch die umweltfreundlichere Variante.

Beide Säcke halten sehr gut die Feuchtigkeit, was vor allem bei heißen, trockenen Sommern vorteilhaft ist.

Auch die Säcke haben den Vorteil, dass man sie platzsparend verstauen kann, sollte man sie einmal nicht mehr benötigen.

 

Autor: Dachgemüse

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